Meldungen aus dem Bezirksverband Oberbayern

„Kessel von Halbe“: Ingolstädter Reservisten pflegen Kriegsgräberstätte

Reservisten der Kreisgruppe Oberbayern Nord gehören seit Jahren zu den ehrenamtlichen Unterstützern des Volksbundes.

Als sowjetische und deutsche Waffen im Kessel von Halbe, nur acht Tage vor Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, verstummten, hatten dort über 60.000 Menschen – Soldaten beider Seiten, Zivilisten und Zwangsarbeiter – ihr Leben verloren. Im Jahre 1951 begann das Land Brandenburg in Zusammenarbeit mit der Kirche die Toten zu bergen und Umbettungen durchzuführen. Heute ruhen etwa 24.000 von ihnen auf dem nahegelegenen Waldfriedhof und jährlich kommen hunderte weitere dazu. Die fortdauernde Pflege der Kriegsgräberstätte Halbe bedarf vieler Unterstützer, die – aus Zivilgesellschaft und Militär kommend – einen substanziellen Beitrag zum Erhalt der europäischen Erinnerungskultur leisten.

Zu diesen Unterstützern gehören auch die seit Jahren für den Volksbund tätigen Reservisten der Kreisgruppe Oberbayern-Nord im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) e.V. Der diesjährige Kommandoführer, Stabsunteroffizier d.R. Dipl.-Ing. Wolfgang Christmann, Ingolstadt, erneuerte mit seinen Männern die Inschriften mehrerer Grabsteine, reinigte Dachflächen und befreite diese von Laub und Reisig. Christmann lobte die Zusammenarbeit und insbesondere die klare Kommunikation mit den Volksbundmitarbeitern vor Ort in Halbe und den generell hohen, allseitigen Organisationsgrad der Aktion. Sehr zufrieden schienen auch die anderen Teilnehmer des Arbeitseinsatzes gewesen zu sein; Oberstabsfeldwebel d.R. Alfred Veeth, ein langjähriger Teilnehmer der Gruppe, der auch mit anderen Reservistenkameradschaften Arbeitseinsätze absolvierte, wörtlich: „Wolfgang Christmanns Arbeitseinsätze gehören zu den bestorganisiertesten und kameradschaftlichsten, an denen ich je teilgenommen habe.“

Im kommenden Jahr wird die Reservistengruppe, dann interimsweise unter Führung von Herrn Hauptgefreiter d.R. Florian Möller, erneut einen Beitrag leisten und durch ihre Arbeit an einer anderen deutschen Kriegsgräberstätte den dort ruhenden Gefallenen ein würdiges und mahnendes Andenken ermöglichen.

Dafür danken wir den „Schanzer“ Kameraden herzlichst!

 

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